#25 Wachstum in unruhigen Zeiten – mit Stephan Schnabel
Shownotes
Wie bleibt ein globales Familienunternehmen handlungsfähig, wenn geopolitische Krisen, Lieferengpässe und strukturelle Veränderungen in der Chemieindustrie gleichzeitig aufeinandertreffen? In dieser Folge spreche ich mit Stephan Schnabel, CEO der HELM AG und Familienunternehmer in dritter Generation. Das Hamburger Unternehmen ist seit mehr als 125 Jahren international aktiv – heute mit über 100 Niederlassungen in mehr als 30 Ländern. Stephan erklärt, warum globales Geschäft für ihn vor allem eines bedeutet: hinfahren, zuhören und die Märkte wirklich verstehen.
Wir sprechen darüber, warum HELM gleichzeitig breiter und tiefer werden will, wie echte Marktkenntnis gegenüber schnellen Antworten aus KI und Internet zum Wettbewerbsvorteil wird und welche Rolle strategische Partnerschaften für Innovation und internationales Wachstum spielen. Stephan gibt Einblicke in neue Lösungen für die Landwirtschaft, den Ausbau in Südostasien und Indien und die Zusammenarbeit mit Start-ups und Familienunternehmen. Außerdem geht es um Vertrauen vor Vertrag, schwierige Portfolioentscheidungen und die Frage, warum neben „We create“ und „We care“ ausgerechnet „We enjoy“ zu den zentralen Werten eines globalen Chemieunternehmens gehört.
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Transkript anzeigen
00:00:04: Willkommen zu Unruhige Zeiten,
00:00:06: dem Podcast
00:00:07: vom und
00:00:08: für den Mittelstand.
00:00:13: Ich bin Lars Linnekogel von TTI Strategy und ich spreche alle paar Wochen mit Geschäftsführern, Entscheidungsträgern und Unternehmern von Mittelstand Champions in Deutschland.
00:00:24: Und heute geht es um ein Unternehmen das seit onehundertzwanzig Jahren von Hamburg aus die Welt verbindet und das in einer Zeit, wo genau das immer schwieriger wird.
00:00:34: Mein Gast ist Stefan Schnabel, CEO der Helm AG und Familienunternehmer in der dritten Generation.
00:00:41: Helm wurde in Hamburg gegründet und es heute eines der größten unabhängigen Chemie-Unternehmen der Welt mit rund Vier Komma sieben Milliarden Euro Umsatz, über hundert Niederlassungen in über dreißig Ländern.
00:00:55: Fast einhundert Beteiligung und Joint Ventures Chemie Agrar Energiestoffe Produkte die in Halbleitern in Batterien und auf den Feldern dieser Welt landen Und Ein Unternehmer der einen Satz gesagt hat der mir nicht aus dem Kopf geht wer global handeln will muss selbst hinfahren.
00:01:15: Stefan, herzlich willkommen bei Unruhe Gezeiten.
00:01:17: Vielen lieben Dank für die Einladung!
00:01:18: Ich freue mich sehr dass du da bist und wir starten direkt in die Vita.
00:01:27: Du hast einen Satz gesagt der für mich der Schlüssel zu dir ist nach Hamburg kommt ja keiner deshalb bist du selbst permanent unterwegs.
00:01:36: wie viele Tage im Jahr bist du eigentlich nicht Zuhause?
00:01:39: also wenn immer eine frage zu viele aber als zahl genannt irgendwo hundert zwanzig hundert fünfzig bin ich bestimmt weg.
00:01:48: Okay, also richtig viel unterwegs.
00:01:50: Du bist ja auch sehr international in Mexiko geboren.
00:01:53: Hast du in Istanbul gelebt?
00:01:54: In Singapur ist das Weltbürgertum wenn man das so sagen darf Voraussetzung für deinen Job.
00:02:01: oder kann man das eigentlich auch alles ich sag jetzt mal von zu Hause aus machen?
00:02:06: Also dass sicherlich nicht.
00:02:09: Zu jedem Standort gibt es dann seine eigene Geschichte.
00:02:12: also Mexico bin ich geboren weil mein Vater derjenige war der aus Hamburg weg wollte Und dank, würde ich sagen eines Übersetzungsfehlers hat er meine Mutter kennengelernt und meine beiden Brüder nicht sind das glückliche Resultat daraus geworden.
00:02:26: Das hat aber sicherlich einen lang geprägt.
00:02:28: Wir kamen dann zurück... Ja wir waren zur Einschulung, sind mir nach Hamburg gezogen.
00:02:34: Ich musste als erstes erstmal Deutsch lernen, habe mich damit schwer getan und bin dann im Endeffekt in Hamburg großgeworden.
00:02:43: Aber der Wunsch irgendwann selber mal ins Ausland zu gehen Der war dann bei mir auch vorhanden.
00:02:48: Ich wusste nur nicht nach Mexiko, weil da der Vater war und bei mir war es die Türkei.
00:02:54: Was war mit dem Übersetzungsfehler?
00:02:58: Es waren relativ kleines Büro und da gab's keine Kantine so dass dort gesagt wird lasst uns zum Essen gehen.
00:03:05: Meine Mutter ging durch die Räume und sagte das war unser Komet!
00:03:09: So was bedeutet lass uns essen gehen.
00:03:12: Und mein Vater interpretiert das sie ihn gefragt hat ob sie mit ihm essen gehen würde.
00:03:18: Worauf er sich höflich entschuldigt hat, da hat er dann ein paar Tage später gefragt, ob Sie mit ihm abends essen gehen würden, worauf meine Mutter irritiert war?
00:03:26: Aber Gott sei Dank ja gesagt.
00:03:27: Okay,
00:03:27: das ist natürlich eine glückliche Fügung gewesen!
00:03:29: Dein Großvater hat Helm neunzehundertfünfzig gekauft auf Chemiehandel ausgerichtet.
00:03:35: Dein Vater hat seit achtundzwanzig Jahren geführt und deine erklärte Mission ist es aus einem deutschen Familienunternehmen einen Global Player zu machen.
00:03:45: Was fehlten dazu noch?
00:03:46: Ihr seid doch schon ziemlich weit.
00:03:49: Also vielleicht würde ich die ein bisschen anders formulieren, aber der Wunsch nach wie vor weiterzuwachsen ist sicherlich da und man kann natürlich sagen in einem Felddeck je mehr ist das jetzt the most sexy one.
00:04:04: auf Anhieb würde ich einen Nein sagen, aber es gibt so viele Dinge in die wir hineinspielen und auch, sagen wir mal, wirtschaftlichen Erfolg mit einer nachhaltigen Komponente erzielen können.
00:04:18: Und das ist der Treiber heute ja?
00:04:20: Also man muss feststellen, nach Energieerzeugung und der Produktion von Stahl und Zement ist Chemie- und Düngemittel wahrscheinlich das Feld was die meisten Emissionen kreiert oder verursacht.
00:04:38: So, man kann sich jetzt zurücklehnen und sagen ja interessiert mich alles nicht.
00:04:41: Oder sagen okay wenn ich einen wirtschaftlichen Erfolg kriege mit einem positiven Impact dann ist das sicherlich eine geschäftliche aber auch sinnvolle Richtung.
00:04:53: Stefan wir sind ja eben bei uns durchs Office gelaufen.
00:04:55: du hast den St.
00:04:56: Pauli Raum entdeckt mit dem Uwe Seelerbild drin, der Widerspruch an sich.
00:05:01: Du bist ja selber HSV-Fan und ich glaube auch mit der Familie regelmäßig im Stadion.
00:05:05: Und was ich spannend finde, Helm ist Ärmelpartner des HSV.
00:05:10: Ihr gebt die Fläche aber komplett am Plan international ab Also ein Sponsor, der seine eigene Werbefläche verschenkt.
00:05:19: Wenn ich jetzt mal so ganz hart auf dieses Marketingspend gucke Warum macht ihr das?
00:05:26: Weil wir nicht aus der Ecke der Marketingbrille gucken, sondern für uns einen Speerpunkt ist eben Landwirtschaft.
00:05:37: Wir versuchen zu gucken wie kriegen wir ja im Endeffekt weltweit mehr Produktivität auf den Feldern hin?
00:05:44: Man kann über Technologie sicherlich einiges tun aber Wissen ist dann eine andere große Komponente und wir stellen eben fest dass speziell Mädchen und Frauen auf Feldern arbeiten.
00:05:57: Und dann ist die Frage, wie kriegt man ein Know-how Transfer dahin?
00:06:01: Über diese Thematik kommt man natürlich aber vor anderen Themen.
00:06:06: Wir sind die Verhältnisse der Mädchen und Frauen in den jeweiligen Familien und Plan macht in dem Zusammenhang sehr viel speziell was Medienförderung, Medienausbildung angeht so dass wir gesagt haben Mensch, wir erkennen Wir werden damit allein die Welt nicht retten, aber wir können einen Teil dazu beitragen, dass sich auf dem Feld was tut.
00:06:28: Und da ist Plan und dann ist es der wahrscheinlich Zufall so das Plan international auch noch in Hamburg hier sitzt.
00:06:36: Und so ist dann die Zusammenarbeit, den Stamm zu sagen Mensch, was können wir eigentlich für euch tun?
00:06:41: Damit ihr noch besser werdet!
00:06:43: So umso mehr Aufmerksamkeit Plan hat, umso Und das hilft natürlich dann in Summe.
00:06:50: Also deswegen, man kommt da nicht aus der Marketingbrille
00:06:52: her.
00:06:53: Okay was finde ich spannend?
00:06:53: Ich glaube es werden auch einige Hamburger Hörer interessant finden den Hintergrund damals besser zu verstehen.
00:07:00: Noch mal ganz persönlich du hast mir gesagt bei Mittag und Abendessen da muss es auch immer um Inhalte gehen.
00:07:07: entweder habe ich das falsch verstanden oder du bist einfach jemanden der überhaupt keinen Smalltalk mag.
00:07:13: Ich mag nicht alleine sitzen, ich hasse es allein irgendwo zu sein und da zu sitzen und zu essen.
00:07:19: Das ist für mich furchtbar.
00:07:21: Smalltalk an sich gehört dann irgendwann auch dazu.
00:07:25: also ich würde sagen muss man dann auch lernen und zum gegessen gerade auch wollen.
00:07:32: aber ich würde halt mich gerne mit Leuten ob das jetzt nun aus der persönlichen oder beruflichen Ecke.
00:07:40: Ich hatte heute Morgen einen Kollegen da, ich würd sagen ein Drittel des Gesprächs war mir auf's privater Natur und so gesehen bin ich da mehr offen für die Themen.
00:07:49: Wir kommen nachher noch dazu wie man auch international und emotional dann die Gesprächspartner für sich gewinnen kann.
00:07:56: Du hast mir schon gesagt du bist viel unterwegs.
00:07:58: deine Frau sagt zuviel.
00:08:00: wir gucken jetzt mal auf die Lagerbesprechung.
00:08:05: Unruhige
00:08:06: Zeiten.
00:08:08: Du hast neulich darüber nachgedacht, ob es wirklich so unruhig ist jetzt wie alle sagen und dein Fazit war ja.
00:08:16: Dein Großvater und deinen Vater die hatten es nicht so unrühig.
00:08:21: aber mal ganz ehrlich dein Großväter hat neun zu hundertfünfzig in einem zerstörten Land angefangen als ihr Helm gekauft wurde.
00:08:30: würde der dir das durchgehen lassen?
00:08:32: Ich glaube nicht.
00:08:32: und speziell die Ölkrise, die war bestimmt auch mal sehr speziell.
00:08:39: Ich würde mich dann auch schwer tun das sozusagen von so weit zurück zu beurteilen.
00:08:44: Bei meinem Vater bin ich ja mit aufgewachsen und was ich da gesehen habe, der hatte auch die eine oder andere Situation aber in Summe... mit allen Dingen, die jetzt so passieren.
00:08:54: Ich glaube das hat er auch nicht so erlebt.
00:08:56: Du beschreibst Corona fast entspannt als Warm-up Phase?
00:09:01: Ja hast du wortwörtlich gesagt!
00:09:03: Danach kamen Ukraine Schiffe umlenken und ihr vermarktet Probelehnen aus der Raffinerie Schwedt, deren Mehrheitseigner Rosneft war und seit zweiundzwanzig unter Treuhandverwaltung steht.
00:09:15: Wie war diese ganze Zeit für euch?
00:09:17: Das ist ja ein Krisenmarathon.
00:09:20: Man denkt, das eine ist jetzt vorbei und am nächsten Tag geht es dann wieder los.
00:09:26: Das ist sicherlich auch ein Thema, dass die Intensität wahnsinnig hoch ist.
00:09:29: Also man kommt kaum mal zum Durchatmen.
00:09:33: Und die Fälle, die du ansprichst, darauf bist ja nicht vorbereitet!
00:09:38: Die hast du nicht gelernt, die hast du irgendwo schon mal erfahren und weiß wie du reagieren musst.
00:09:44: Das ist wahrscheinlich die größte Herausforderung jedes Mal mit solchen kompletten neuen Fällen.
00:09:49: Wie geht man damit um?
00:09:51: Im Fall Rosneft ist die Konstellation so dass da drei Aktionäre sind.
00:09:57: Rosneff ist nur der größte.
00:09:59: Es sind dann noch ... Die Scheld ist noch mit drin in den italienischen Firma Und dann fängst du dich mit denen abzustimmen.
00:10:09: Wie reagiert ihr drauf?
00:10:10: Du greifst auf deren Ressourcen zu und in dem Austausch überlegt man, wie man marschiert.
00:10:20: Das ist vielleicht die Antwort auf den Fall.
00:10:22: Wenn
00:10:22: man jetzt aktuell schaut, USA sind euer größter Einzelmarkt, ich glaube so sieben-dreißig Prozent des Umsatzes bei den Zöllen seid ihr mit einigen Produkten im Vorteil ... weil ihr da lokal produziert oder bezieht.
00:10:36: Bei anderen im Nachteil, ist das Glück?
00:10:38: Oder ist der Strategie dahinter sich auch so aufzustellen?
00:10:42: Dass Trotten mit den Zölln um die Ecke kamen, das hätte sich wahrscheinlich keiner mehr überrascht sein sollen.
00:10:49: Trotzdem kannst du dich wahrscheinlich nicht darauf vorbereiten und dann war es doch Glück dass wir so viel aus USA für die USA machen.
00:11:00: Es wirkt sich dann je nach Produkt aus.
00:11:02: Bei dem einen ist es gut für uns, ähm ... Für die anderen Produkte da haben wir Nachteile gehabt.
00:11:08: Was aber um wieder für die nächsten Produkte vom Vorteil war?
00:11:11: Also in der Gemengenlage war's also für uns Gott sei Dank nicht so gravierend.
00:11:17: Wenn wir uns jetzt durcharbeiten, jetzt haben wir Straße von Hormuz als zu sagen nächstes großes Thema.
00:11:25: Die Auswirkungen kann eigentlich noch keiner beziffern.
00:11:28: persönliche Prognose ist.
00:11:29: Ölpreis wird eher hoch bleiben, wenn ich es richtig verstanden habe.
00:11:33: Deutsche Chemie im dritten Krisenjahr, Produktion im ersten halben Jahr, sie sind zwanzig drei Prozent runter versus letztem Jahr.
00:11:41: Investitionen sind rückläufig und für einen Händler kommt da ja eigentlich das Schlimmste zusammen.
00:11:47: Geringere Nachfrage aber kosten schräg-schräg Preise dann hoch.
00:11:53: wie verdient man da jetzt noch Geld?
00:11:56: Ich würde das gerne in verschiedene Facetten unterteilen.
00:11:59: Das eine ist die Auswirkung, was – ich würde gern auf ein spezielles Produkt hinaus – es gibt einem Produkt aus Schwefel was in unterschiedlichsten Anwendungsstätten ist.
00:12:11: Das ist ein Teil von Düngemitteln, wo es benutzt wird.
00:12:15: Es ist das größte Einzelprodukt der Chemie, was als Basisrohstoff für ganz viele Dinge bewirkt.
00:12:21: Es wird nachher benutzt um Auto-Batterien herzustellen – für die Halbleideindustrie und sogar selbst ins Trinkwasser.
00:12:29: Aufbereitung ist es notwendig.
00:12:32: Und fünfzig Prozent dieses Produktes kommt aus der Region!
00:12:36: Die haben gefehlt und die fehlen zum Teil immer noch.
00:12:40: Diese Preiseinstiege, die haben wir noch gar nicht gesehen.
00:12:43: Das heißt also der Konsument dann da sieht weil im Endeffekt was passiert ist es wurden weniger Düngemittel ausgeliefert.
00:12:50: das wird sich auf die Erträge der jeweiligen Kulturen als ob das Weizen oder Reis oder was auch immer ist auswirken.
00:13:00: dann auch auf die Lebensmittelpreise auswirken.
00:13:02: Das heißt also diese ganze Kette und das ist passiert, dass werden wir nicht zurückdrehen können.
00:13:08: Das wird noch kommen!
00:13:09: Das ist meine große Grundüberzeugung.
00:13:13: Der zweite Aspekt sozusagen ist es gut oder schlecht für uns?
00:13:16: und wie steht's um die chemische Industrie?
00:13:20: Die Chemische Industie in Europa hat ein großes Problem.
00:13:23: unsere Anlagen sind im Schnitt sehr alt.
00:13:25: ich glaube in vierzig Jahre ist der Durchschnitt aller Anlagen zusammen.
00:13:30: Ich bleibe mal bei den asiatischen Anlagen, die sind im Durchschnitt sieben Jahre alt.
00:13:34: Das hat zwei Folgen.
00:13:35: das eine ist, die sehen viel größer und damit auch viel effizienter.
00:13:39: Die Technologien sind viel weiter.
00:13:41: Und das zweite ist Europa hat früher viel für die anderen Märkte produziert jetzt haben wir die Kapazitäten selber.
00:13:48: Das heißt es ist gar nicht nur der Energiepreis, der der chemische Industrie schwer zu schaffen macht.
00:13:53: Das tut das sagen wir mal on top aber diesen einen Nachteil dass wir das noch rückdringen können.
00:13:59: Da fehlt mir die Fantasie, wie das sein kann.
00:14:02: Und was bedeutet das für uns?
00:14:04: Also ... Für so ein Produkt wie Propylene, was hauptsächlich in die chemische Industrie geht, da habe ich wirklich ... sich schwarze Wolken und wirkliche Fragezeichen.
00:14:16: Es wird aber für die verbrauchenden Industrie also die zum Beispiel Autoteile herstellen.
00:14:21: Die werden die Ware ja nach wie vor brauchen auch wenn sie in Europa nicht produziert wird.
00:14:25: Die wird dann aus dem Ausland kommen oder aus anderen Regionen Und da werden wir sicherlich eine Funktion haben.
00:14:31: Also das wird positiv oder negativ sich auswirken, in der Summe ist der Bedarf aber geringer als in der Vergangenheit und dass es dann all-in nicht gut.
00:14:42: Okay!
00:14:42: Dann gucken wir jetzt mal rein wie ihr damit konkret umgeht.
00:14:50: So für eure Strategie du vorderst zwei Dinge die sich eigentlich widersprechen Breiter werden, um nicht von einem Partner abhängig zu sein und gleichzeitig viel tiefer in die einzelnen Märkte und Produkte einsteigen mit echten Experten.
00:15:04: Wenn ich es richtig verstanden habe, habt ihr ja auch dafür oder baut dafür extra Kompetenz auf und investiert stattzusparen eingebettet in eure Strategie Hellen-Zwanzig-Dreißig?
00:15:15: Wie geht breiter und tiefer gleichzeitig unter?
00:15:18: wann ist man eigentlich im Bauchladen?
00:15:21: Also ... Ein Bauchladen für mich ist wenn du Zehntausende von Produkten hast und das haben wir nicht.
00:15:28: Ja, also das ist für mich die Art des Bauchlands.
00:15:32: Breite heißt nicht nur vom einen die Verandten abhängig sein.
00:15:35: ja jetzt nun als extremen Beispiel Fallhummus wenn du da war er aus dem arabischen Golf nur kräst und dass zu ist hängst du im Turm.
00:15:45: Wir hatten in dem Fall die Konstellation, wir hatten sogar zwei Lieferanten.
00:15:49: Einen aus dem arabischen Golf und einen aus Singapur.
00:15:51: nur der Senkupuriane hatte die Rohstoffe aus dem Arabischen Golf gekriegt also haben ja beide auf einmal verloren.
00:15:56: da ist die Taktik nicht aufgegangen so aber im Endeffekt das ist ein Teil unserer Funktion eben zu gucken dass man auch verschiedenen Beinsteigen Standbein steht um eben die Kunden zu beliefern und das ist auch ein Punkt den die Kunden dann wertschätzen wenn da mal ein Problem ist.
00:16:14: Und was heißt, dass tiefer reingehen dann gleichzeitig?
00:16:17: Tiefereingehen bedeutet für mich das Wissen.
00:16:21: Wir hatten gerade kurz über Schwefel gesprochen ja.
00:16:23: Das heißt also der Düngemittelmann, der sich mit Schwefel oder mit den Produkten beschäftigt muss verstehen, dass das nicht nur ein Düngemittelthema ist sondern es auch ein Chemiethema ist.
00:16:34: Dass es auch einen Batterie-Thema ist.
00:16:38: und halb scherz, halb ernst wenn ich je nachdem, wie du am Vorabend gefeiert hast, spielt keine Rolle.
00:16:44: Wenn ich dich um vier morgens frage, dann gibt es bestimmte Dinge, die du wirklich wissen musst also da wirklich fit zu sein, um die Zusammenhänge besser zu verstehen.
00:16:53: und so besser die Zusammenhängen verstehst, dann weißt auch welche Handlungsoptionen du haben kannst.
00:16:59: Ich glaube das ist super spannend für viele andere Mittelständler in Deutschland.
00:17:04: Wie gut muss Praktisch meine Zielindustrie verstehen, um dann rückwärts zu denken.
00:17:09: Was heißt das?
00:17:10: oder wie kann ich die auch beraten?
00:17:11: Also was vorderst du da von deinen Leuten strategisch?
00:17:15: Wie stellt ihr euch da auf?
00:17:18: Das eine ist eben dieses Grundverständnis zu haben und dann eben auch zu erkennen wir stehen meinen Partner heute im Webbewerb.
00:17:26: Wenn ich auf Trinidad bin, wie ist die Gasversorgung auf Trinnidad?
00:17:29: Ist sie langfristig gesichert.
00:17:30: Ja nein!
00:17:31: Man kann auf der anderen Seite sagen... Ich bleibe jetzt bei diesem Beispiel und sage, die ist gefährdet.
00:17:36: gleichzeitig wenn sich Venezuela eröffnet wird das ein riesen Vorteil für Trinidat sein.
00:17:41: also diese Zusammenhänge zu verstehen und dafür musst du zwei Sachen machen einmal dir die Zeit nehmen sich damit zu beschäftigen Und das kriegst du nicht aus dem Internet nur raus und kannst du nicht nur nachlesen, sondern dafür sind wir wieder beim Reisen.
00:17:56: Musst du hin ja?
00:17:57: Du musst mit vielen Leuten sprechen um das dann zu verstehen die Beziehung aufzubauen um daraus auch da Möglichkeiten sich zu arbeiten.
00:18:08: Da vielleicht ein kurzer Schlenke.
00:18:09: ich hatte jetzt recht viele Gespräche zum Thema so die schnelle Lösung über KI zu finden.
00:18:17: Wie führst du euer Unternehmen, dass man nicht in dieses Fall reinläuft?
00:18:21: Mal schnell KI fragen und dann weiß ich ungefähr was da los ist.
00:18:24: Und dann wirklich zum Beispiel auch hinzufahren.
00:18:26: Naja... Ich kann rausfinden, sagen wir mal welche Firmen sich mit einer Industrie oder einem Produkt beschäftigen aber weiß ich dann schon, wie viele Einkauf vom Wehmer einkauft?
00:18:39: und viel wichtiger noch ist.
00:18:41: Welche Probleme hat dieser Partner?
00:18:43: wo ich ihm helfen kann?
00:18:46: Wir kommen immer mit vielleicht zu simpel formuliert aber wir gucken wie können wir aus eins plus eins nicht zwei sondern drei vier machen?
00:18:53: bedeutet welche Fähigkeiten hat der Partner die wir nicht haben aber umgekehrt die wir haben die er nicht hat?
00:19:00: Und indem wir dann zusammenarbeiten, in der Summe besser werden.
00:19:04: Dann ist es auch leicht den Wert, den wir zusammenkriegert haben zu teilen.
00:19:08: Automobilindustrie?
00:19:10: E-Autos hast du eben schon im Kontext erwähnt.
00:19:14: Das ist ja auch ein wichtiges Absatzfeld für euch.
00:19:20: Dein Vater damals im Aufsichtsrat hat empfohlen sozusagen nicht auf dieses Pferd zu setzen.
00:19:28: Hat er
00:19:28: da recht oder ...
00:19:30: Also ich hoffe nicht, das wird sich dann noch zeigen aber einmal geht sehr viel Chemie in die Autoindustrie rein.
00:19:38: Das ist auch richtig.
00:19:41: Wir hatten das Thema des Lithium Recycling und da kam er und der Satz war wie folgt wir sollten es aus seiner Sicht nicht machen Er würde sich auch kein E-Auto kaufen machte dann eine Pause und sagte vielleicht bin ich selber nicht die Benchmark Ich, was ich heute entscheide, müssen die nächsten Generation nicht genauso machen.
00:20:04: Wenn ich an meine Kinder denke, wir grauen sie wahrscheinlich nicht mal mehr ein Auto.
00:20:07: aber diese Erkenntnis hatte er gehabt und deswegen hat er sich dann auch nicht in den Weg gestellt und gesagt ihr seid dran ihr entscheidet und ich glaube das ist dass er dieser Fähigkeit hatte da seine Meinung zum Ausdruck zu bringen.
00:20:21: aber dann doch die nächste Generation machen zu lassen, das rechne ich nach wie vor sehr hoch an.
00:20:30: Stefan, ihr habt ambitionierte Wachstumspläne?
00:20:33: Was bedeutet Innovationen in dem Kontext für euch?
00:20:37: Vielleicht am besten im Feld Agrar.
00:20:41: Wir haben Weltbefragungswächst.
00:20:44: Die Landwirtschaft und Flächen sind limitiert aber wir wissen, wir müssen jeden Tag mehr Nahrungsmittel herstellen als im Vorjahr, trotz Einsparung an dieser Aspekte.
00:20:58: Gleichzeitig sollten hoffentlich die meisten wissen, sollten wir weniger Düngermittel und weniger Chemie auf die Felder bringen was sich aber natürlich sofort auf die Ertragskraft der Felde ausweckt.
00:21:11: Und das ist natürlich ein Wahnsinnswiderspruch an sich.
00:21:15: So wie geht man damit um?
00:21:18: Es ist eben keine Antwort immer nur mehr, mehr, das funktioniert dann auch noch auf Dauer nicht.
00:21:23: Und genau in die Kerbe gucken wir hinein und da gibt es eben, sagen wir mal unterschiedliche Ansatzmögliche.
00:21:31: Es gibt kleine Unternehmen ja viele Start-ups, die zum Beispiel biologische Produkte entwickeln.
00:21:38: Die sind nicht
00:21:40: z.B.,
00:21:41: die bekämpfen den Pilz nicht beispielhaft aber die helfen der Pflanze zum Beispiel die Nährstoffe im Boden schneller aufzunehmen Das heißt und darüber eine höhere Ertragskraft zu bekommen.
00:21:53: Diese kleinen Startups haben die Technologie entwickelt, dem fehlt aber dann jetzt der Marktzugang das Know-how.
00:21:59: wie kriege ich die Feldversuche bei den Universitäten platziert und ausgewertet?
00:22:04: Das ist da wo wir dann reinkommen.
00:22:05: Die Kunst ist an diese Firmen zu finden und sie zu überzeugen mit uns zusammenzuarbeiten.
00:22:11: Ein anderer Punkt ist Ich bleibe beim Feld agrar.
00:22:17: Wir schwachen auch über KI Daten in Europa, in Deutschland Steuerzahler.
00:22:23: Wir haben mehrere Satelliten in die Erdumlaufbahn geschickt.
00:22:29: Zwei davon kann man oder können wir dafür benutzen Daten runter zu laden um den Landwirten zu helfen wo sie auf dem Feld dann mehr oder weniger dünken müssen.
00:22:40: so das heißt also du musst gar nicht mehr draufpacken nur gezielter mit besserem Wissen.
00:22:45: und das sind für uns zwei Beispiele wie wir dafür sorgen sozusagen einmal eine Lösung wo wir was dran verdienen wollen, aber auch gleichzeitig dann auch einen positiven Impact klinirieren.
00:22:57: Und dann ist eben die Kunst zu gucken diese Firmen zu finden mit denen wir zusammenarbeiten können und deswegen dieses Thema Partnerschaft spielt da wieder eine Rolle.
00:23:06: und sagen wir mal die Fähigkeit so haben in einer kleineren Firma oder auch mal ne großen Firma wie der BSF zusammenzuarbeiten.
00:23:12: ich glaube das ist das was uns auszeichnet
00:23:16: Partnerschaften auch mit Start-ups, vielleicht auch Investitionen.
00:23:20: Und dann für eure Kunden sozusagen den Mehrwert nicht nur übers Produkt sondern ... Beratung zusätzliche Dienstleistungen
00:23:27: auch.
00:23:27: Genau und die Fähigkeiten die wir haben denen zur Verfügung zu stellen damit sie ... weil normalerweise bleibe ich bei dem Beispiel startup würden die Geld einsammeln um diese Versuche zu machen so und dafür brauchen Sie erst mal wieder Geld mit wem arbeite ich?
00:23:40: wie mache ich das etc.
00:23:42: Den Teil können wir sparen.
00:23:43: beschleunigen ist dann eviziehends sprung.
00:23:46: Du hast eben über Partnerschaften gesprochen, die ja sage ich mal ein instrumenteller Teil eures Geschäftsmodells sind.
00:23:55: was am Partner das ihr braucht?
00:23:57: Was habt ihr was Partner brauchen um so win-win Situation zu finden?
00:24:02: Ökosysteme durch Partnerschaft auch zu wachsen ist glaube ich nicht nur für euch sondern in ganz Deutschland für den Mittelstand eine sehr gute strategische Option.
00:24:14: für dich einen guten Partner aus.
00:24:16: und wann muss man vielleicht auch erkennen, dass eine Partnerschaft nicht funktioniert?
00:24:21: Ein guter Partner zeichnet sich meines Erachtens aus, das er sich auch Zeit nimmt.
00:24:25: Und mit dir Dingen meins am Willen hat und dann sich auch erarbeitet ein bestimmtes Ziel zu erreichen.
00:24:36: Und dass man sich dann regelmäßig trifft sind wir auf dem richtigen Weg dahin.
00:24:40: Aber dafür musst du dich hinsetzen, sich wieder treffen.
00:24:45: Auch online ja?
00:24:45: Also nicht nur persönlich vor ... Du musst nicht nur im Flugzeug setzen.
00:24:50: Das hat das Ganze schon optimiert.
00:24:51: aber es bedeutet auch nicht nur online, das ist der Punkt und ... Wenn es dann Schwierigkeiten gibt, dass der das auch dann artikuliert.
00:25:02: Also das Vertrauensverhältnis musst du aufbauen, dass er dir dann noch sagt was du nicht gut machst und nicht erst wenn sagen wir mal dann die Bombe explodiert ist sondern besser bevor es dann zum Knall kommt.
00:25:14: so das ist für mich wie sich ein Partner dann auszeichnet und dann eben auch die Standfestigkeit hat auch einmal durch eine schwierige Zeit gemeinsam zu gehen ... den zweiten Teil der Frage angeht, wenn ich vielleicht der falsche Rat gebe.
00:25:32: Wir sind wirklich schlecht im Aufgeben!
00:25:34: Ja also da brauchen wir manchmal auch zu lange... Da musst du wahrscheinlich jemand anders fragen.
00:25:41: Also da sind wir nicht gut drin.
00:25:44: Wenn du finde erst mal toll, dass du das so sagst ist also auch spannend.
00:25:47: Ich glaube es geht ja vielen so und wenn man sich jetzt irgendwas verliebt hat dann Anführungszeichen ist erstmal schwer.
00:25:52: Rückblickend gibt es irgendein Indikator?
00:25:54: jetzt ohne das konkrete Beispiel zu nennen, wo du sagst da hätte man eigentlich merken müssen.
00:26:00: Schluss?
00:26:01: Ich kann dir die Geschichte erzählen.
00:26:03: wir hatten zwischen mir und meinem Vater hatten wir einen Kollegen der Interim Cio war für eine längere Zeit Und der berichtete ganz stolz, mein Vater dann ist da jetzt Herr Schnabel.
00:26:15: Ich darf Ihnen gerne stolz berichten nach dreizehn Jahren haben wir die Niederlassung in Holland endlich profitabel.
00:26:21: also er war ganz stolzt und ich teilte seinen Stolz damit um ein vater fing nur den Kopf anzuschüllen wie doof sind wir dreizehn Jahre lang eingebrusst haben?
00:26:30: Also das vielleicht als Anekdote zu der Frage okay
00:26:34: Jetzt gibt es nicht nur Partner Es gibt ja auch Wettbewerber Manchmal vielleicht auch Partner aber auch Wettebewerb im Markt.
00:26:41: Gibt es denn da jemanden, und wenn ja mit was auf den du neidisch bist?
00:26:46: Alle Großkonzerne aus der Chemie.
00:26:49: Die sind alles, die sind Lieferant, sind Kunde, Werbewerber, Logistik-Provider.
00:26:54: also da ist jede Konstellation dabei.
00:26:58: Und sicherlich manchmal ... über welche finanziellen Mittel, die da ja zur Verfügung haben.
00:27:06: Da guck ich mal ein bisschen neidisch drauf.
00:27:08: Die würden
00:27:08: dann vielleicht sagen toll, dreizehn Jahre hat's nur gedauert, ne?
00:27:11: Wie leicht!
00:27:12: Wer weiß... Wachstum...
00:27:14: Wobei wenn ich da eingreifen darf.
00:27:16: Ich bin nicht sicher ob Großkonzerne ...die Ausdauer hätten für dreizehn Jahre?
00:27:20: Ja also das ist das gute und schlechte an Familienunternehmen.
00:27:24: Wir sind wahrscheinlich im Schnitt dann länger standfähig aber manchmal auch vielleicht zu lang.
00:27:30: Wachstum sucht ihr in Asien, Singapur Indien hatten wir als wir gesprochen haben erwähnt.
00:27:37: Wie mache ich das als deutscher Mittelstand aus Deutschland heraus?
00:27:41: In diesen Regionen zu wachsen?
00:27:42: wie kann ich das steuern?
00:27:44: Ich glaube man braucht irgendwo einen Andockpunkt.
00:27:47: also ... neben der Vorbereitung, was will ich?
00:27:50: Wo will ich hin?
00:27:51: mit wem will ich etwas tun und sozusagen sich Gedanken machen.
00:27:53: Wer könnte da möglich sein so... Wir hatten über Internet gesprochen, sicherlich ist das über KI auch ein bisschen einfacher geworden.
00:28:01: Aber dann ist es eben auch eine Netzwerkfrage standardmäßig sehlig als Ansatzpunkt in der Handelskammer die dann vor Ort vertratet ist.
00:28:09: und ich würde sagen als Hamburg-Handelskammern sind wir nicht schlecht unterwegs sondern wirklich gut unterwegs.
00:28:15: aber dann ist sie dann sozusagen zu gucken.
00:28:19: Man hat dann die Frage mache ich das alles von alleine, von square one aus.
00:28:24: Dann bin ich bestimmt bei zehn Jahren.
00:28:27: oder suche ich mir jemand vor Ort mit dem ich das gemeinsam hinkriege?
00:28:32: und dann sind wir wieder beim Punkt welche Leute gibt es dort was haben wie etwas die vielleicht von uns brauchen?
00:28:38: Und dann haben wir die Situation was haben die was wir gerne hätten zum Beispiel den marktzugang?
00:28:42: so Ein Ansatzpunkt ist häufig, wir sind ja jetzt hier beim Mittelstand unterwegs.
00:28:48: Die haben ja auch ganz viele Familienfirmen und auch die haben diese Situation nächste Generationen Übergang.
00:28:56: Und da können wir teilweise einen Steuern reinhelfen weil es gibt Situationen da sind die Familie mittlerweile so groß dass sie die Frage haben Wir sind zu viele einige wollen gar nicht mehr Unternehmen sein und wollen die dann raus kaufen haben aber nicht das Geld dafür.
00:29:11: Und dann ist das der Moment, wo wir sagen können ... Wir können rein.
00:29:15: Helfen euch da, sagen wir mal, da Grundordnung zu bringen?
00:29:17: Können neben dem Geld auch andere Dinge mit reinbringen, Produkte et cetera.
00:29:22: Das sind die Situationen da, wo aus eins und eins drei oder vier werden könnte.
00:29:26: Okay,
00:29:27: okay, spannend!
00:29:27: Für unsere Hörer gab es ja eine Episode mit Sarah Muhammadi vom Family Business Council GALF.
00:29:34: Also, da können auch gute Verbindungen hergestellt werden.
00:29:38: Sehr gerne.
00:29:39: So!
00:29:39: Jetzt kommt für mich der persönlichste Teil.
00:29:41: Wir gehen in die nächste Rubrik.
00:29:47: Du setzt dich in der Kantine einfach zu den Leuten mit an den Tisch und fragst, was wollt ihr denn von mir wissen?
00:29:55: Was war denn da die unangenehmste Frage, die dir mal spontan gestellt wurde?
00:30:00: Also sicherlich die unangenemste Frage war zwar nicht in der Kantine aber als wir sagten, wir wollen Farmer verkaufen.
00:30:12: Das waren zwei Kollegen, ich weiß jetzt nicht mehr wer die Frage stellt ob das der Inder war oder die Mexikanerin.
00:30:19: Aber es war im Endeffekt von beiden die Frage warum kümmern wir nicht einfach dazu gehören und einfach da bei Helm bleiben?
00:30:28: Warum müsst ihr uns eigentlich verkaufen?
00:30:32: Kümmert euch nicht um uns!
00:30:33: Wir machen es liefern ab keine Sorgen Warum müsst ihr uns verkaufen?
00:30:38: Das war sicherlich die Frage, die ihr am meisten wehtet.
00:30:42: Wie reagiert man da?
00:30:43: oder was hast du in dem Moment gesagt?
00:30:45: Soweit ich das erinnere, war sagen wir mal dieser persönliche Schmerz der da war zu sagen hey warum muss ich hier weg?
00:30:58: Der hat wahrscheinlich am längsten nachgehalten, weil du sagst wie loyal und wie gerne sie eigentlich bei dir sind.
00:31:07: Und dann zu sagen nee aber es macht inhaltlich Sinn das ihr wo an der Sing geht.
00:31:12: Das sage mal... Wie der Kopf dir sagt, dass ist das richtig, aber das Herz sagt dir was ganz anderes dazwischen In der Gemengenlage damit umzugehen.
00:31:22: Das war glaube ich das schwerste Ende der Sekunde.
00:31:26: Die Antwort die ich im Nachhinein für mich hatte, war eigentlich in aller Offenheit und Transparenz den zu erläutern warum du bestimmte Dinge machst.
00:31:35: Und das ist glaube ich immer wieder ein Punkt, dass in aller Ehrlichkeit und Transparent zu erläutern, warum bestimmte Dinger so entschieden wurden sind.
00:31:45: Sie müssen sie nicht immer gut finden aber ich habe in vielen Fällen dann doch erlebt, dass dir Kenntnis dann Die gleiche war.
00:31:54: Dass es einen selbst betroffen hat, dann sagen wir da Dobe teil.
00:31:57: Aber warum bestimmt die Entscheidung so waren?
00:32:00: Weil bei vielen schwierigen Situationen häufig doch die gemeinsame Erkenntnis ist die Gleiche.
00:32:06: Als CEO von einem so großen Unternehmen ... Wie oft muss ich denn solche Sachen erklären?
00:32:16: Sorry, das ist jetzt Lache aber manchmal denkst du, dass hast du schon drei oder vier oder fünf Mal erklärt.
00:32:24: Es ist auch, sagen wir mal nicht fair zu erwarten.
00:32:28: Du beschäftigst dich ja mit den Dingen häufig viel länger im Vorrost damit.
00:32:32: Das heißt du bist viel tiefer in der Materie drin
00:32:34: etc.,
00:32:35: das heißt man hatte selber Zeit über die Dinge schon nachzudenken zu verdauen etc.
00:32:40: Diese Zeit muss man den anderen auch geben und deswegen erfordert es dann nicht nur einmal zu erklären vielleicht noch ein zweites, drittes oder auch immer vier- oder fünfmal Notfalls.
00:32:49: Ich glaube, ich habe knapp zweitausend Mitarbeiter global.
00:32:54: Ein Viertel davon nur in Hamburg.
00:32:55: das heißt die anderen drei Vierteln, die kannst du jetzt nicht einfach so zumindest nicht jeden Tag an der Kantine treffen.
00:33:02: wie erreichst Du die alle?
00:33:05: und Stefan?
00:33:06: Du hast mir gesagt dass du ja auch versuchst über Humor mit den Leuten gut zu connecten.
00:33:14: Hamburger Stefan Schnabel, Humor manchmal gar nicht so gut ankommt.
00:33:18: Da kommt bei meiner Frau auch schon einmal nicht her.
00:33:23: Also auf die erste Frage zur Kommunikation.
00:33:27: es gibt bei uns mehrere Formate.
00:33:30: eins ist zum Beispiel und das Video hervorragend dass wir weltweit mit den Führungskräften sprechen.
00:33:37: da sind dann alle So sechs Wochen, so eine Session.
00:33:41: Meistens zwei oder drei aufgrund der Zeitunterschiede und damit die Gruppe auch nicht zu groß wird, damit da auch möglichst einen Austausch stattfindet.
00:33:50: Das ist die eine Kommunikationsform.
00:33:52: Die zweite ist dann, was wir Global Town holen nehmen, wo alle eingeladen sind – das ist dann wirklich eine Session meistens aus Hamburger Zeit um drei Uhr, damit man Asien noch abdeckt und die anderen nicht ganz so früh aufstehen müssen.
00:34:09: Wichtig dabei ist, dass man schon adressiert welche Themen man hat, damit sich die Leute schon vorbeugen können um dann auch zu sagen, was interessiert mich wirklich?
00:34:17: Weil wenn du sonst nur sagst welche Fragen gibt es, Tendenzier würde sonst nichts kommen.
00:34:22: Das heißt, wenn man denen noch ein bisschen Zeit schon mal gibt, kommt er mit aus dem Gespräch oder aus den Informationen die man übermittelt und dann dem Vorlauf doch das eine oder andere an Fragen zurück.
00:34:33: Und das Dritte ist ein CO-Block.
00:34:36: darüber schelte ich zu bestimmten Themen.
00:34:40: Was sind meine Gedanken zu dem einzelnen Punkt?
00:34:44: Neulich hat mir jetzt geschafft, SAP weltweit auszurollen.
00:34:47: Brasilien war erst mal die letzte Station.
00:34:50: Was bedeutet das fürs Unternehmen?
00:34:52: Warum war das in der Summe so wichtig?
00:34:53: Was waren die Erkenntnisse daraus?
00:34:56: Das sind drei, vier Kommunikationsformen.
00:34:59: und dann zum Essen ... Ähm, dann eben doch mal auch mit den Kollegen in Asien zum Hocker-Store zu gehen oder so.
00:35:06: Dann sprichst du auch da mit denen.
00:35:07: Okay
00:35:08: okay und äh nochmal kurz den Schlenker zurück zum Humor.
00:35:12: Kalibrierst du dich dann?
00:35:13: Je nachdem in welchem kulturellen Umfeld du bist oder müssen alle durch?
00:35:18: Naja ich hab Gott sei Dank den einen oder anderen Kollegen oder Kolleginnen die manchmal sagen das haben die anderen nicht verstanden oder so ein Dober scherz.
00:35:24: Ähm magst du da nicht hören aber... Du weißt es dann doch zu schätzen.
00:35:30: Und manchmal auch beständig sein ... Wird's
00:35:32: noch mal bringen!
00:35:37: Eine Beobachtung von dir finde ich sehr spannend, du hast gesagt wir Deutschen verhandeln, zuerst den Vertrag, dann wird gearbeitet und wenns dann gut läuft, dann entsteht vielleicht Vertrauen?
00:35:50: Und du hast mir dann von einer Delegation aus Asien berichtet die bevor ihr über Vertrag, Zusammenarbeit in der Tiefe gesprochen habt.
00:36:01: Die erst mal nur nach Hamburg gekommen sind damit man sich persönlich kennenlernt und gucken kann ob seine persönliche Beziehung Vertrauen entstehen kann also eigentlich andersrum.
00:36:14: was ist denn da jetzt der richtige Weg?
00:36:17: Und wie gehst du damit um?
00:36:19: Also das Beispiel war wirklich eine Firma aus Taiwan, ist wirklich nur für einen Abendessen aus Taiwan mit vier Mann und Frauen anmarschiert oder eingeflogen um uns kennenzulernen.
00:36:30: Und wir haben ein bisschen über das Geschäft gesprochen.
00:36:35: aber es war wirklich viel mehr die Person, die Familien hinter den Firmen kennen zu lernen.
00:36:44: Ich habe erst im Nachhinein gehört, dass es dieses ... Es gibt ein asiatisches Sprichwort was ich allerdings mein chinesisch ist.
00:36:49: Nicht gut um das zu ... Also ich kann gar kein Chinesisch, um das klar zu sagen.
00:36:55: Aber es gibt dafür einen Sprichfurt, dass sie eben diese Logik gibt.
00:36:58: Erst Vertrauen zu haben dann Geschäftsordnung und dann eben vertragliche Dinge wie Join Ventures zu machen.
00:37:05: Und ich muss sagen... Ich kann dem viel abgewinnen wenn du die Leute schon eine Weile kennst dann sind die anderen Sachen auch viel einfacher hinzubekommen.
00:37:16: Ich sag mal so, kaufst du die Katze nicht im Sack?
00:37:19: Ja und deswegen also ich muss zugestehen, ich finde diese Denkweise nicht schlecht.
00:37:28: Das habt ihr interdisziplinär erarbeitet mit jung und alt sozusagen aus der Firma.
00:37:38: Dass ein Chemieunternehmen Enjoy zum Wert hat, hört man jetzt nicht jeden Tag?
00:37:43: Was hat sich durch dieses Thema Enjoy konkret bei euch geändert?
00:37:49: Also es war wirklich interessant.
00:37:50: wir hatten auch früher schon Prozesse und hatten Werte.
00:37:53: Und wenn du dann im Unternehmen gefragt hast was sind denn unsere Werte Dann da wurde das sagen wir mal Nicht optimal oder teilweise gar nicht gewusst ja So, also wir sind zu kompliziert.
00:38:05: Und dann lassen noch mal einen Anlauf nehmen und da haben wir wirklich jung alt Brasilianer, Deutsche alle glaube ich, die waren, glaube ich... ...sechzehn zwanzig Leute so zusammengewürfelt und daraus das entstanden und sagen was ist uns eigentlich wichtig?
00:38:19: Ja!
00:38:20: And we create war dieser Wunsch eben zu wachsen.
00:38:26: We care war der Teil, dass wir eben nach Lösungen gucken die wirtschaftliche wir auch ökologisch mehrwert bringen.
00:38:36: aber eben auch das ist zum Beispiel diese Geschichte mit plant also das we care auch da drin und dann wird der part enjoy Wenn ihr so viel Zeit mit Partnern intern verbringt Das muss ja auch Spaß bringen wenn du jeden Tag mies kremig in die Firma kommst der oder diejenige, mit dem du nicht zurechtkommst.
00:38:57: Dann wird die Leistung auch nicht gut werden.
00:39:00: und das ist intern wie extern dieselbe Schose.
00:39:02: dass wir gesagt haben Wir müssten auch wirklich Spaß mit den Partnern haben ja muss jetzt nicht jeden am Bier trinken Ist auch mal nett aber sich dafür bewusst und das hoffentlich.
00:39:13: dann die Antwort auf die Frage sich bewusst Zeit zu nehmen Momente zu haben die zu genießen.
00:39:20: So, und wir sitzen ja hier an der Spitzkehre ist glaube ich die ...
00:39:24: Ja wieder Spitzer.
00:39:25: Wir gucken auf den Hafen und haben letztes Jahr hundertundzwanzig Jahre Feier.
00:39:29: Die haben wir dann auch wirklich groß gefeiert.
00:39:34: aber Jubiläen gehören dann auch dazu.
00:39:37: Wir haben jetzt einen Kollegen der vierzig Jahre dabei ist das auch würdig zu feiern.
00:39:43: Das gehört dann auch da dazu und deswegen kam der Satz oder die Wort Weil we enjoy.
00:39:50: Ja, ich find das cool so gerade auch mit allen zusammenentwickelt.
00:39:53: So jetzt Buddha bei die Fische!
00:40:00: Was war die wichtigste Entscheidung für Helm in diesem Jahr?
00:40:03: und warum?
00:40:04: Unser Pharma-Geschäft auf wirklich verkauft zu haben?
00:40:08: aus zwei Gründen.
00:40:09: Das eine ist damit die Kollegen und das Geschäft auch die Chance hat weiterzuwachsen weil wir da an unsere Grenzen gestoßen sind.
00:40:18: und geleistet hat uns das oder wird uns jetzt, wir sind in den finalen Zügen auch, sagen wir freie Räume zeitlicher Natur aber auch finanzieller Natur ermöglichen andere Dinge zu machen.
00:40:30: In den nächsten zwölf Monaten auf welches Signal schaust du?
00:40:34: wo musst du aufpassen?
00:40:36: Dass wir beim Thema KI auch da mal einen echten Sprung machen.
00:40:41: Drei kurze Fragen jeweils ein Satz.
00:40:44: was hat dich zuletzt in einem Kundengespräch überrascht?
00:40:50: Dann frag mal die nächsten zwei Fragen.
00:40:53: Komm gleich
00:40:55: wieder hin!
00:40:55: Der Markt, in dem du in zehn Jahren am stärksten sein möchtest?
00:41:00: Meistem wachsen möchte ich die Region Südostasien inklusive Indien und Indien-Wetter-Einzelmarkt.
00:41:06: Und was sind Kunden in diesen Märkten?
00:41:09: dich mit Aussagen vielleicht überraschen um die Frage wieder aufzugreifen?
00:41:13: Ich glaube da wäre jetzt nicht spontan genug darauf antworten zu können.
00:41:19: Was würde dein Großvater denn heute anders machen als du?
00:41:24: Ich weiß, was er anders gemacht hat.
00:41:26: Ob er das Heute anders machen würde, weiß ich nicht aber Er hat sich viel weniger Zeit für die Familie genommen.
00:41:33: So also mein Vater und er sind sagen wir mal durch eine Briefmarkensammelerei zusammengekommen.
00:41:41: Die hatten vor keinen engen Kontakt Und aus den Geschichten kenne ich dass er sich einfach wahnsinnig wenig zeit für die familie genommen hat.
00:41:50: Das würde wahrscheinlich anders machen, aber ich sehe das so, dass der Teil immens wichtig ist.
00:41:55: Deswegen ist er für mich an dieser Stelle anders als wir wollen – mein Großvater!
00:42:00: Dann vielleicht mal ganz konkret zum Schluss auch mit dem was du gerade gesagt hast in den nächsten Wochen?
00:42:05: Wie sieht denn dein Terminkalender aus und was sind die Prioritäten?
00:42:10: Wo bist du
00:42:11: unterwegs?!
00:42:12: Also die nächste Woche bin ich noch in Hamburg ja, aber in der Woche drauf bin ich dann in Singapur.
00:42:18: Dann wünsche ich dir eine gute Reise, Stefan.
00:42:20: Vielen Dank, dass du heute hier warst und uns diese Einblicke gegeben hast.
00:42:24: Wir haben gesehen wer weltweit handelt kann sich nicht wegducken.
00:42:28: man muss hinfahren zuhören und erklären und manchmal ist der Wert am wenigsten.
00:42:34: nach Chemie klingt der wichtigste.
00:42:37: Enjoy!
00:42:38: So vielen dank das du da warst Stefan heute
00:42:40: sehr gern
00:42:41: Und an unsere Zuhörer, wenn euch diese Episode gefallen hat.
00:42:44: Lasst uns eine gute Bewertung auf der Plattform eurer Wahl da!
00:42:48: Schreibt uns was ihr euch zukünftig wünscht und dieser Podcast ist ein Format von TTE Strategy – der mehrfach mit dem Hittenschampion Award ausgezeichneten Strategie- und Transformationsberatungen.
00:43:00: Wenn Ihr Ruhe und Routine in Euren unruhigen Alltag bringen wollt, hört wieder rein bei Unruhige Zeiten.
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